Dienstag, 30. Oktober 2012

Stammzellen lassen Gliedmaßen nachwachsen

Manche Tierarten besitzen die Fähigkeit, zerstörte oder gar abgetrennte Gliedmaßen zu erneuern. Tiere, die dazu imstande sind, sind Salamander, Seesterne, Plattwürmer und manche Fisch- und Krebsarten. Doch nicht nur etwa Beine oder der Schwanz können nachwachsen, sondern auch Augen oder andere Organe. Alles was für diese Tiere notwendig ist, damit Gliedmaßen nachwachsen können, sind Stammzellen.

Stammzellen haben die Eigenschaft, dass sie noch keine sogenannte Spezialisierung aufweisen, was wiederum bedeutet, dass sie zu jeder beliebigen Zelle werden können. Somit können sich Stammzellen zu Muskeln, Knochen oder zu einem Nervengewebe wandeln.

Sofern eines der genannten Tierarten nun ein Körperteil verliert, reaktiviert es die Zellen an der verletzten Stelle und gibt zugleich Anweisung, sich wie Stammzellen zu verhalten. Im Anschluss wachsen die entsprechenden Gliedmaßen dann nach. Und bei manchen Tieren wandern vorrätige Stammzellen zu einer Wunde, wo sie sich ausbreiten und ein abgetrenntes Körperteil erneuern.

 

Montag, 22. Oktober 2012

Die römische Villa - ein Statussymbol

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Heutzutage sind von den einstigen römischen Villen nahezu nur noch die Grundmauern erhalten, dennoch zeigen diese Überbleibsel, welche gewaltigen Ausmaße die Gebäude einst besaßen. Wer sich damals eine römische Villa leisten konnte, zeigte damit, dass er als Besitzer Einfluss in der Gesellschaft hatte - somit waren die Gebäude aus Stein, Holz und Ziegel ein Statussymbol. Die Wände und Fußböden einer römischen Villa wurden sogar aus einer Art Vorläufer des heutigen Betons, dem sogenannten Opus caementitium, gefertigt.

Im Laufe der Zeit änderte sich die Architektur der römischen Villen mehrere Male, doch was stets gleich blieb: das Gebäude umschloss einen Innenhof, welcher ein Wasserbecken beinhaltete. So war gewährleistet, dass der gesamte Komplex in den Sommermonaten gut durchlüftet und beleuchtet war. Und in der Nacht wurden Öllampen verwendet, um die Innenräume auszuleuchten.

Eine römische Villa war auch strikt in verschiedene Räumlichkeiten aufgeteilt - es existierten Räume für die Familie und Gäste, und die Quartiere für Bedienstete und Sklaven waren getrennt um das Haupthaus angeordnet. Auch die Kornspeicher und Hütten für die Tiere umschlangen das Hauptgebäude.

Montag, 1. Oktober 2012

Eisvulkane auf dem Saturnmond Enceladus

Vulkane, die Lava ausspucken, kennt man von der Erde. Doch ebenso gibt es Eisvulkane, welche auch unter dem Begriff Kryovulkane bekannt sind. Im Jahre 2010 wurden die Eisvulkane auf dem Saturnmond Enceladus entdeckt, als die Saturnsonde Cassini Wasser- und Matschfontänen auf der Oberfläche des Trabanten registrierte.

Ursache sind unterirdische Gezeitenkräfte

Eisvulkane funktionieren ähnlich wie die Lava spuckenden Vulkane: Geologische Abläufe unter der Erde - genauer gesagt, handelt es sich im Falle des Saturnmondes um Gezeitenkräfte, die Reibung erzeugen - sorgen nämlich für das Erwärmen des Eispanzers, wodurch sich folglich Matsch aus Eis, Wasser und organischen Verbindungen bildet, was dazu führt, dass der Matsch nach oben geschossen wird, sobald Eisplatten aneinander stoßen.

Ungleichmäßige Anziehungskraft sorgt für Reibung

Da der Saturnmond Enceladus in einem elliptischen Orbit um seinen Planeten kreist, entsteht eine ungleichmäßige Anziehungskraft des Saturns auf seinen Trabanten, wodurch letztendlich die Reibung und somit die auslösende Wärme zustande kommt.